Montag, 31. August 2009
Zum anderen haben wir länger nichts mehr gepostet, weil wir momentan extrem viel um die Ohren haben. Hier gibt es keine Prüfungsphase, die sich am Enden des Semesters befindet. Hier gibt es Noten ab der ersten Vorlesung. Dazu kommen etliche Präsentationen auf Englisch (das wird ein Spaß!) und sau viel Paper und sogenannte "progress reports", die wir in allen möglichen Fächern abgeben müssen. Tja, da haben wir uns wohl zu früh gefreut mit nur 2 Tagen Vorlesung am Montag und Dienstag. Zudem sind die Vorlesungen meist über 3h lang. Aber das Ganze hat auch was Gutes: WIr werden sicher einiges hier lernen, besonders nicht nur am Schluss des Semesters was zu machen, sondern auch schon während. Das Ganze kann man also als das "nachhaltigere Lernen" bezeichnen.
Ab Donnerstag gehts los nach Kuala Lumpur, da freuen wir uns schon alle drauf, auch wenns dort sicher wieder viel Arbeit geben wird. Bilder davon folgen dann nächste Woche...
Bene
Mittwoch, 26. August 2009
Mittwoch, 19. August 2009
Random
Nachdem es übrigens Beschwerden gab, dass die letzten Fotos etwas zu ernst waren, gibts hier mal andere ;)
Singapurianer - ein Volk der Langsamlatscher
Egal wohin man geht: überall wird nur gemütlich vor sich hin getrottet. Auf Gehsteigen laufen Schulkinder, in den MRTs das Arbeitsvolk und immer in demselben Tempo: richtig schön gemütlich, ja keine Panik...
Nungut, vielleicht liegts einfach daran, dass die Beine der Asiaten schlicht kürzer sind als meine oder daran, dass sie sonst bei der Hitze schwitzen würden, aber grundsätzlich ist mir auch egal warum. Es geht mir schlicht auf die Nerven.
Das Langsamlatschen an sich ist ja nicht das eigentlich Schlimme in dem Kontext. Es wird erst schlimm durch das hier überall praktizierte Formationslaufen. Immer schön nebeneinander, immer schön so, dass ich nicht dran vorbeikomme,
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen und eine Mindestgeschwindigkeit in Fußgängerzonen vordern! ;)
Raffles Place
Bilder unseres kleinen Sightseeingtrips in das Business-Viertel von Singapur.
Man beachte die großen komplett ausgestorbenen Straßen. Während eines Feiertages ist in dem Gebiet wirklich überhaupt nichts los.
Sentosa Beach - unser Ausflug zum Strand
Das vorletzte Bild hier ist übrigens sehr typisch für unsere WG: Johannes ärgert Bartosz ^^
hier noch die Kehrseite von Sentosa:
Die Insel liegt leider ziemlich nahe beim Hafen =/
Sonntag, 16. August 2009
Morgen fängt der Ernst des Lebens an...
Gestern ABbend haben wir noch unseren letzten Abend standesgemäß mit einer Hausparty mit anschließendem Clubbesuch gefeiert. Das besondere an der Party was, dass es eine Schwedinnenparty war. Wer glaubt, dass die Schwedinnen weil der Alkohol bei ihnen so teuer ist, weniger trinken würden, irrt sich gewaltig. Zudem sind Schwedinnen sehr offen und versaut (das haben wir in unserem tollen "truth or dare" Spielen herausgefunden!). NAch der Houseparty gings dann noch ins "Zouke" einer der angesagtesten CLubs hier in Singapur, in dem sich immer mind. 50% Ausländer befinde. Manchmal fragt man sich echt, ob wir uns hier in SIngapur oder in Deutschland befinden. Es scheint sich um eine moderne Form des Kolonialismus zu handeln... ;-)
Fotos von der Uni werd ich bald hochladen, nciht dass ihr denkt ich "laber" bloß...
vlg, bene
Samstag, 15. August 2009
Pro/Contra
In letzter Zeit sind uns zahlreiche Aspekte an dem Leben hier aufgefallen, deswegen gibts nun mal eine Auflistung der Vorteile und Nachteile Singapurs:
Vorteile:
- das Essen ist richtig billig
- das Wetter: Nebel ist hier ein Fremdwort (und kein Dauerzustand wie in St. Gallen...) und Regen gibts auch kaum mal
- alle Frauen tragen dank der Hitze Miniröcke und kurze Kleider ;)
- die SMU hat ein super Fitnesstudio und einen Pool aufm Dach
- Singapur ist sehr westlich angehaucht und somit fällt der Kultuschock nicht zu stark aus
- es gibt hier viele andere axchange students (auch viele Schwedinnen ^^)
- wir haben teilweise geniale Kurse (lang lebe cultural fieldtrips! Bischen sightseeing und dafür Credits abstauben *g*)
- es gibt eine Menge Reiseziele, die von hier aus locker zu erreichen sind
- die Taxis sind spottbillig
- Betreuung von Opi Klaus (unser verantwortliche Prof Spremann)
- Maßanzüge gibts hier schon ab 250€ (ein Anzug von der Stange in Europa is teurer)
- mein Mitbewohner schnarcht nicht! ;)
Nachteile:
- meistens gibts chinesisches Essen und irgendwann hat man davon genug
- wohnen ist teuer und deswegen penn ich in einem Stockbett mit Bene
- ein warmes Klima ist zwar toll, aber die Luftfeuchtigkeit kombiniert mit der Hitze hier erschlägt einen teilweise
- wirklich ALLE Frauen tragen Miniröcke (auch die, dies eigentlich von der Figur her nicht sollten ;))
- nichts ist für 1,93m große Leute ausgelegt (Betten sind zu kurz, die U-Bahn teilweise zu niedrig)
- die Zeitverschiebung (-6h)
- Klausis Englisch
- hohe Alkoholsteuern (Bier ist ca so teuer wie in der Schweiz)
- das allgemein vorherschende chinglisch (stark chinesisch angehauchtes englisch)
- sau lahmes Internet
- krass arbeitswütige lokale Studenten, die uns faul aussehen lassen
- es gibt zu viele preiswerte Möglichkeiten hier Geld auszugeben (das summiert sich irgendwann =/)
lg
Johannes
Sonntag, 9. August 2009
National Day Parade - Fotos
Als ich vor ca 2 Jahren in die Schweiz zum studieren kam, war ich schon ziemlich überrascht von dem dort vorherschendem Nationalstolz. Kleine Fahnen in den Gärten, das scheizer Militär ist über jede Kritik erhoben usw usw.
Aber nachdem ich nun die National Day Parade gesehen habe, muss ich sagen: Singapur toppt hier alles ^^ Alles ist voll mit Flaggen, alle sind in den Nationalfarben angezogen, die Parade gleicht einem Staatsakt, Militär, Polizei, lauter "Singapur ist so toll Lieder" ... Zudem war ein riesen Menschenauflauf und auch teilweise nen Gedränge der übelsten Sorte. Das war mir im Prinzip aber ziemlich egal. Mit 1,93m Höhe muss man sich im asiatischen Kulturkreis (jeder ist nen Kopf kleiner als ich) nicht aufregen *g*
Nichts desto trotz bin ich etwas enttäuscht von dem Tag. Ich hatte mir eine Parade im guten alten kommunisten Stil erwartet, mit massig Panzern, Helis, Raketen und kleinen Soldaten die im Takt latschen. Aber gestern gabs echt nur ne Miniaturausgabe davon... Naja wir hams gesehn, war ganz nett, passt scho.
lg Johannes
Diesem Event sahen wir mit großer Erwartung entgegen, weil er von vielen Seiten empfohlen wurde. Obwohl das Ganze erst um 18:30 starten sollte machten wir uns schon um kurz nach 2 auf den Weg, um einen möglichst guten Platz zu ergattern. Als wir an der MRT-Station (das ist die dortige U-Bahn, die der Londoner Underground nachempfunden ist, aber nat. viel moderner ist) einen Soldaten nach dem Weg fragten eskortierte dieser uns ca. 10 Minutan lang und zeigte uns den seiner Meinung anch besten Platz für das Spektakel (Alle Menschen hier sind extrem hilfsbereit, in Europa würde man so etwas wahrscheinlich nicht erleben. Das Ganze sah auch schon sehr komisch aus, ein Soldat an der Spitze und dahinter 4 Europäer im Gleichschritt. Wir waren auch eine Attraktion...) . An unserem Platz angekommen bemerkten wir, dass wir noch ca. 3h Zeit haben bis zum Beginn. Wir entschieden uns in einer Bar in der Nähe zu gehen. Als es nun endlich losging gab es eine kleine Militätparade mit Flugschau, Fallschirmspringern, Formationsflügen, Geschützfeuer etc.. Die Singapurer sind ein sehr patriotisches Volk(das scheint bei kleinen wohlhabenden Ländern üblich zu sein vgl. Schweiz und Luxemburg) und stolz auf ihre kleine hochgerüstete Armee, die sie ihrer Meinung nach brauchen, weil man ihr Land ja theoretisch innerhalb weniger Stunden okkupieren könnte (ca. 30% der Staatsausgaben fürs Militär). Um ca. 20:30 gab es dann noch ein gigantisches Feuerwerk, das gerade zum Ende hin sehr beeindruckend war (toll war auch, dass es sich an den Hochhäusern gespiegelt hat). Naja, im Nachhinein hat es sich nicht unbedingt gelohnt 3h zu warten. Aber jetzt haben wir das Ganze einmal miterlebt. Der Zoobesuch war auf alle Fälle sehr viel beeindruckender.
So das wars auch schon wieder von mir. Heute Abend findet unsere erste "Poolparty" bei Freunden mit einem 30m langen Pool statt. Das wird sicher feuchtfröhlich...
Bene
Epedition in den Dschungel des S. Zoo
Am Samstag entschieden wir uns, da unserer kleiner Urlaubsreise nach Malysia aufgrund von Überbuchung ins Wasser gefallen war, in den Zoo zu gehen. Ist man die deutschen Großstadtzoos gewohnt kommt einem der Singapurer Zoo eher wie eine Safari vor. Natürlich gibt es auch hier betonierte Wege, alle möglichen Fressstände und Restaurants. Befindet man sich aber in einigen der riesigen Freilaufgehege, in denen einem über den Kopf weg Vögel fleigen, auf den Bäumen Affen und Echsen sitzen und sich am Boden alles mögliche an Kleingetier tummelt und das alles bei einer dem Regenwald ähnelden Luftfeuchtigkeit, ist dieser Zoo ein sehr viel authentischeres Tiererlebnis als die uns bekannten Zoos, in denen man die Zoos über große Wassergräben hinweg nur aus weiter ferne und nicht 10cm vor einem beobachten kann. Dieser ganze Tag war ein tolles Erlebnis! Aber überzeugt euch doch selbst...
Bene